Galerie Bernd Lutze

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Galerie Bernd Lutze - HYUN-SOOK SONG

Foto 1:

Bild vom 16.02.2010 (45 Pinselstriche)

Eitempera 2010;

160 x 100 cm

  

18.05.2019 – 27.07.2019: 

 

Hyun-Sook Song: Die Sammlung der Galerie – Teil II (Arbeiten 1984 – 2018)

 

 

Eröffnung: Freitag, 17. Mai 2019 um 20:00 Uhr

 

Seit 1992 hat die Galerie Hyun-Sook Song regelmäßig mit jeweils neuen Arbeiten vorgestellt und immer wieder Bilder angekauft. Bei der Vorbereitung der Ausstellung der Künstlerin im Frühjahr 2019 zeigte sich, dass mehrere Großformate aus Platzgründen nicht mit präsentiert werden konnten. Es entstand deshalb die Idee, in einer sich anschließenden zweiten Ausstellung einen Großteil der Arbeiten auszutauschen und so in „Hyun-Sook Song Teil II“ 13 neue Arbeiten zu zeigen. 

 

Die Künstlerin wurde 1951 in Südkorea geboren und wuchs in einem kleinen Bergdorf in der Provinz Cholla/Damyang auf. Ihre dortige Zukunft war vorbestimmt, da für die pausenlos arbeitenden koreanischen Frauen eine gesellschaftliche Teilnahme nicht denkbar war. Obwohl sie einen westlichen Beitrag zur Familienerhaltung leisteten, wurden sie nicht oder nur teilweise wahrgenommen. Deshalb ging sie – wie viele junge Koreanerinnen in dieser Zeit – gegen den Willen der Familie 1972 als Gastarbeiterin nach Deutschland und war 4 Jahre Krankenschwester in Bremen. In dieser Zeit wurde ihre zeichnerische Begabung entdeckt, und sie studierte von 1976 – 1981 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Zusätzlich studierte sie bei einem längeren Aufenthalt in der alten Heimat 1984 – 1985 koreanische Kunstgeschichte an der Chonnam Universität in Kwanju. 

 

Zahlreiche Ausstellungen machten sie relativ schnell bekannt, so allein 2 Einzelausstellungen in der Kunsthalle Hamburg 1982 und 1989 und im Kunstmuseum Bern 1988 und 1997. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so z. B. mit dem Förderpreis des Bundesverbandes der Deutschen Industrie 1983 und dem Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg 1995. 

 

In den letzten Jahren stößt ihre Arbeit auch in Ostasien auf zunehmendes Interesse. Zwar gehören ihre Materialien und Techniken – Eitempera, Keilrahmen – zur westlichen/europäischen, aber die Methode und Themen – die Bedeutung des Pinselstriches und die Koreanische Bilderwelt – zur östlichen/asiatischen Tradition. 

 

Ihre „figurativen“ Bilder stellen weniger Gegenstände dar, sondern die wenigen Pinselstriche, deren Zahl zum Titel der Bilder werden, sind die Malerei selbst. Jedes Bild entsteht durch wenige Pinselstriche, wobei die Ausführung des einzelnen Pinselstriches entscheidend ist für die Vollendung des gesamten Bildes. Die Malerin beurteilt ihre Arbeiten anhand der Subtilität, der Klarheit und der Schönheit ihrer Pinselstriche. 

 

Als Begleitveranstaltungen werden jeweils freitags um 20 Uhr drei autobiografische Filme gezeigt: 

 

24. Mai: „Mein Herz ist eine Flasche – die kleinste Erzählung“ (1994, 89 min)

07. Juni: „Stoffwechsel – das drachenprächtige Ungeheuer“ (1997, 77 min)

21. Juni: „WOZUHAUS – malerisch oder mörderisch“ (2003, 79 min) 

 

Am 31. Mai und 19. Juli zwei Ausstellungsführungen (für Gruppen auf Wunsch auch zu anderen Terminen.

 

Der Eintritt ist frei.  

  

 

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Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14-19 Uhr
Samstag 10-13 Uhr und nach Vereinbarung

 

  

 

 

 

 

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