Galerie Bernd Lutze

Rückblick 8

UTA ZAUMSEIL - ABB.1: occupy checkpoint charlie , 2012, 54 x 108 cm , Holzschnitt

ABB. 1:

occupy checkpoint charlie

2012

54 x 108 cm

Holzschnitt

 

 

UTA ZAUMSEIL - ABB.2: Tapetenwerk 2013, 97,5 x 66,5 cm, Linolschnitt

ABB. 2:

Tapetenwerk

2013

97,5 x 66,5 cm

Linolschnitt

 

 

12. März – 14. Mai 2016: 

UTA Zaumseil

Eröffnung: Freitag, 11. März, 20 Uhr mit der Künstlerin

 

 

 

 

 

Die 1962 in Greiz/Thüringen geborene Uta Zaumseil beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit Drucktechniken. Allerdings setzt sie den Linol- und Holzschnitt nicht zur Herstellung von Vorlagen ein; bei ihr existiert jeder Abzug nur einmal. Durch Kombination verschiedener Druckstöcke, durch Verwendung von nur Teilen eines Druckstockes, durch Farbvariationen und durch partielles Collagieren entstehen in mehreren Arbeitsvorgängen Unikate, die mehr Bild als Druckgraphik sind. Die realistischen bis fotorealistischen Darstellungen – Erinnerungen an Reisen und Erlebtes aus dem unmittelbaren Alltag – können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Uta Zaumseil nicht darum geht, die sichtbare Wirklichkeit einfach nachzuahmen sondern sie nutzt die realen Versatzstücke, um sich daraus eine surreale Welt zu bauen. “Ähnlich den Gedanken und Träumen treffen sich in meinen Bildern Dinge, Räume, Menschen, die real nichts miteinander zu tun haben…“, so Uta Zaumseil. In der Kombination mit Figuren entwickelt sie eine Bildsprache, die heute zwischen der Vielzahl gegenständlicher Bilder eine unverwechselbare und eigenständige Haltung zeigt. Dabei erzielt sie subtile malerische Wirkungen. Da in den neuen Arbeiten vom Weiß des Papiers oft nicht mehr viel zu sehen ist, die Farbe in differenzierten Abstufungen eingesetzt und die bis zu 1,40 m breiten Druckplatten Bildformat annehmen, nähern sich ihre Drucke immer mehr der Malerei. In den letzten Jahren tauchen zunehmend auch politische Inhalte in ihren Arbeiten auf, nicht lautstark plakativ, eher leise und doch sehr bestimmt.

 

Übrigens wird Uta Zaumseil bei der Eröffnung am Freitag, dem 11.März, um 20 Uhr – wie sie es nennt – “Lieder aus der Heimat“ singen. Sie sagt zu dem 12minütigem Video: “Die Pionier- und Kampflieder meiner Kindheit haben sich meinem Gedächtnis eingeprägt… Mit zunehmender “Verantwortung“ unsererseits als FDJ-ler (das wurden wir in der 8. Klasse und gleichzeitig die “Kampfreserve der Partei“), waren die Lieder fordernder und das große, allgemeine “UNS“ verlangte den “richtigen“ Standpunkt. Gemacht habe ich diesen Film für meine vielen Freunde und Bekannte im “Westen“, die sich unsere durchorganisierte Erziehung von der Kinderkrippe bis zum Berufseintritt nicht vorstellen können…“.

 

 

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Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14-19 Uhr
Samstag 10-13 Uhr und nach Vereinbarung

 

 

 

 

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